„Der Trend zu digitalen Zahlungsmitteln verändert unsere Beziehung zu Geld.“

Tarkan Özküp

Interview mit Tarkan Özküp, Leiter Marketing Credit Suisse (Schweiz) AG

In Ihrem Vortrag stellen Sie das Sparkässeli „Digipigi“ vor, welches die Credit Suisse letztes Jahr speziell für Kinder in ihr Produktportfolio aufgenommen hat. Wie entstand das innovative Banking-Paket „Viva Kids“?

Indem wir uns überlegten, welche Antworten es auf die Veränderungen im Kundenverhalten gibt, die die Digitalisierung hervorruft. Wenn wir in den Markt schauen, stellen wir beispielsweise fest, dass die Zahl mobiler Transaktionen kontinuierlich steigt, während die Zahl der Besuche in den Geschäftsstellen ebenso kontinuierlich abnimmt – genauso wie die Loyalität zu einem bestimmten Unternehmen. Zudem gibt es immer mehr Anbieter, etwa aus dem Tech-Umfeld, die ihre Geschäftsmodelle auf die Finanzindustrie ausweiten.

Darüber hinaus wird immer klarer, wie der Trend zu digitalen Zahlungsmitteln unsere Beziehung zu Geld verändert. Das stellt Eltern vor die Herausforderung, ihren Kindern den Umgang mit Geld zu vermitteln, wenn Geld nicht einfach mehr ein Geldstück oder eine Banknote ist. Das gute alte Sparkässeli oder das traditionelle Sparkonto sind Hilfsmittel, die heute nicht mehr ausreichen und den Ansprüchen und Bedürfnissen einer anwachsenden Generation von Digital Natives nicht mehr genügen. Für uns bedeutet die Entwicklung, dass die frühe und langfristige Kundenbindung wichtiger wird, wir ein Produktportfolio über den ganzen Lebenszyklus anbieten und einen Beitrag zur Finanzerziehung für Kinder bieten müssen. Hier setzt Viva Kids an.

Welche anderen Marketingstrategien verfolgt Ihr Unternehmen, um langfristige Kundenbindung zu erreichen?

Wir wollen da sein, wo unsere Kunden sind. Konkret heisst das, dass unser Ziel die Erhöhung der Brand Visibility bleibt, weil wir Dienstleistungen kommunizieren. Wie im vergangenen Jahr setzen wir dafür auch 2018 Earned, Paid und Owned Media ein. Dabei stellen wir sicher, dass wir neben Digital Marketing auch die analoge Welt weiter im Fokus haben, da wir von einem raschen Reichweitenaufbau ständig profitieren.

Gibt es besondere digitale Herausforderungen, denen sich Grossbanken in 2018 stellen müssen?

Transparenz, intuitives Design und uneingeschränkte Verfügbarkeit der Dienstleistungen werden heute in jeder Branche erwartet – auch von den Banken. Deswegen investieren wir in Technologien und innovative Lösungen. Eine reizvolle und anspruchsvolle Aufgabe.

Was möchten Sie den Zuhörern Ihres Vortrags auf der SOM vermitteln?

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